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Kopf entrümpeln durch Aufschreiben (Info-Chart und Zeitleiter)


Mit leichtem Kopfschütteln schaue ich mir zu, wie ich in meinem Bullet Journal einen Behandlungsplan für eine Sinusitis (Stirn- und Nebenhöhlenentzündung) aufschreibe. Das wäre ja eigentlich gar nicht so unschlau, sich das mal aufzuschreiben, nicht wahr? Ist es wirklich nicht, nur habe ich schon seit etlichen Jahren immer mal wieder eine Sinusitis. Hätte ich auch früher mal draufkommen können. Leider geht es mir dann oft so, dass ich die ersten Symptome wahrnehme und nichts tue, weil ich in meiner Erinnerung zwar vage weiss, DASS ich etwas tun sollte, mir aber gerade nicht in den Sinn kommt, WAS es ist. Es fühlt sich an, als müsste ich in einem vollgestopften, staubigen Estrich weit hinten in einer Ecke wühlen gehen, um das zu finden und auszusortieren, was ich brauche. Dabei handelt es sich in Wirklichkeit um ein Kistchen im Apothekerschrank, das mit "Sinus" angeschrieben ist. Dort müsste ich herausnehmen, was ich brauche. Die Challenge: Ich müsste überlegen, was es ist, das ich brauche.

Ich habe mir also bereits eine Strategie angelegt, indem ich mir ein Kistchen mit dem "Sinus"-Material gemacht habe, und eigentlich weiss ich, dass ich da reinschauen kann und weiss, was ich wann brauche. Doch irgendwas in meinem ADHS-Gehirn scheint mir da nicht wirklich zu trauen und denkt, es sei ein vollgestopfter, staubiger Estrich, den es zu durchforsten gilt, um an die richtigen Mittelchen zu kommen.

Ist übrigens nur ein Beispiel für viele Situationen. Oft, wenn ich auf etwas reagieren muss, das sich wiederholt, taucht dieses neblige Schreckgespenst auf, das mir Angst machen und mir weismachen will, die Strategie oder die Lösung wäre nur unter einem Chaos begraben zu finden. Es fühlt sich oft wie eine grosse Hürde oder ein unentwirrbares Knäuel an, was jetzt als Massnahme getroffen werden müsste. Stelle ich mir dann der Aufgabe, entdecke ich oft (!), dass ich mir bereits eine Strategie zurechtgelegt oder mir mal einen Massnahmenkatalog aufgeschrieben habe.

"Was aufgeschrieben wird, wird erledigt.", so habe ich das mal gelesen. Und für mich erledigt sich eben häufig auch das Chaos durchs Aufschreiben. Besonders durchs Von-Hand-Aufschreiben. Im Bullet Journal habe ich es, um beim aktuellen Thema zu bleiben, sogar immer dabei und fixiert mit dem Inhaltsverzeichnis. Ich habe mir ein "Sinusitis-Merkblatt" gemacht. Falls ich es für nötig halte, kann ich es nächstes Jahr in mein neues Bullet Journal übertragen und vergesse vielleicht weniger schnell, dass ich Strategie und Ordnung gehalten habe.


Gleich mache ich es auch, wie im Podcast #4 erwähnt, wenn mir Zeitdruck und To Dos auf dem Magen liegen. Dann entwirre ich. Ich mache eine sogenannte Zeit-Leiter. Ich erkläre hier gleich, wie's geht:


Schritt 1:

Zeitlinie mit sinnvollen Abständen.













Schritt 2:

Mache eine Liste von ALLEN To Dos, auch wenn sie noch so logisch wirken.











Schritt 3:

Alle zeitlichen Fixpunkte links eintragen.












Schritt 4:

Rechts alle To Dos in zeitlich passender Reihenfolge aufschreiben.












Hier eine andere Variante der Zeitleiter:

https://misskonfetti.de/zeitplanung-im-bullet-journal-das-muss-rein/


Oder scrolle mal bei Google durch unter "bullet journal time ladder".

Hast du auch Tagesplanungstools, die dir helfen? Lass es uns wissen. Merci.

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